SOMMERZEIT – BADEZEIT

Sommer und Sonne am Badesee – mitten in der Natur, hier finden wir Erholung und Entspannung, können schwimmen gehen und die Kinder haben Spaß und toben im Wasser.

Das sind die Dinge die wir in unserer Freizeit lieben.

Also wird der nächstgelegene Badesee angesteuert. Zuvor haben wir uns über die Wasserqualität informiert. Wenn man dieses Zeichen  sieht sollte man denken es sei alles in Ordnung. Richtig ist nur, das dass Wasser aus dem ent- sprechenden Badesee im Labor auf Bakterien, Blaualgen usw. untersucht wurde. Bei der gleichen Prüfung wird auch eine Sichtprüfung vorgenommen, diese dient allerdings mehr die Dichte des Algenwachstums zu bestimmen, als auf Unrat hinzuweisen.

Die Gefahr lauert direkt im Flachwasser der Nichtschwimmerzone

( Kinderbereich ), also Knietief bis Brusttiefe.

Hier in der oberen Sandschicht verbergen sich rostige Nägel, Kronkorken von Flaschen, Batterien, Drogenspritzen, Schrauben, Gummi, verlorene Haarnadeln, Plastikgabeln, abgerissene Angelhaken, Teerreste von Dachpappen, verrostete Dosenreste, Stacheldraht, Glasscherben und viele weitere gefährliche Gegenstände wo niemand hineintreten möchte.

Jeden Sommer verletzen sich mehrere 100 000 sende Badegäste bundesweit an Stich– und Schnittwunden in unseren Badeseen, sie gleichen Minenfelder von den gerade oben genannten Wohlstandsmüll der letzten 150 Jahre.

Besonders unsere „Kleinsten“ sind hier gefährdet. Keine Eltern wollen ihr 5 jähriges Kind mit einer Einwegspritze oder Glasscherben beim buddeln im Sand sehen. > Kopfkino < schreckliche Vorstellung

Zahlen zur Unfallstatistik:

Mehrere 100 000 Verletzungen erleiden Badegäste jedes Jahr an unseren Seen, die Dunkelziffer liegt höchst wahrscheinlich über der Millionengrenze. Es ist erschreckend, da muß man sich fragen wie kommt man auf diese Zahlen.
Bundesweit gibt es ca. 2 000 registrierte EU Badestellen an unseren Binnenseen. An heißen und gutbesuchten Sommertagen werden ca. 4 bis 10 Schnittwunden pro Tag in den Unfallbüchern der DLRG verzeichnet. Das macht bei 4 Verletzungen = 8 000 Stich– Schnittverletzungen pro Tag. Rechnet man auf 90 Badetage also Juni, Juli August liegen wir schon bei 720 000 Verletzungen in einer Badesaison. Im Ganzen gibt es Bundesweit ca. 30 000 Bademöglichkeiten, hierbei konnte der Rest nicht berücksichtigt wurden.

Nun wer ist verantwortlich für diesen Zustand
Die Politik, seit 2006 gibt es die EU Badegewässerverordnung diese wird dann auf die einzelnen Bundesländer übertragen, die geben dann die Verantwortung weiter auf die einzelnen Städte oder Gemeinden, letztendlich sind die Bürgermeister bzw. dessen Vertreter in der Pflicht ( Verkehrssicherungspflicht § 823 BGB ) am Badesee für Sauberkeit und Sicherheit zu sorgen.

Ein Urteil des obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 2017 beschloss,
das die Kommunen in der Beweislast sind. Das heißt die Stadt oder Gemeinde muss nachweisen können, das sie alles getan hat um Unfälle zu vermeiden.

Dieser Umstand ist recht schwierig nachzuweisen, da es bisher keine Möglichkeiten gab Flachwasserbereiche effizient und gründlich zu reinigen.

Stadtreinigung und Bauhofmitarbeiter der Kommunen geben bestimmt ihr Bestes um an den Badeseen Wohlstandsmüll und gefährlichen Schrott zu entfernen. Nichts desto Trotz nutzt die Beste Wasserqualität nichts, solange das Sediment mit Unrat vermüllt ist.

Ärzte schlagen Alarm
Durch Stich oder Schnittwunden können ernsthafte Folgeschäden für Badegäste entstehen. Infektionen durch Keime oder
Vibrionen sind keine Seltenheit, ältere Menschen, Kinder mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet. Gelangen diese Bakterien über die Haut in den Körper, zum Beispiel über offene Wunden, führen sie zu schweren Wundinfektionen und Sepsis.

Öffentliche EU Naturbadestellen müssen ausgeschildert sein. In der unmittelbaren Umgebung der Badestelle sollte sich eine
größere Infotafel befinden. Hier sind zum Beispiel bebilderte Rettungsmaßnahmen vorhanden, Beschaffenheit der Wasserqualität und weitere wichtige Infos. Hier befindet sich unter anderem eine Beschilderung des Badestellenbetreibers also der Stadt oder Gemeinde mit der Adresse, an die muss man sich dann wenden im Falle eines Unfalls oder andere Widrigkeiten.

Bei Verletzungen ist es empfehlenswert erstmal die Wunde zu versorgen. Das sollte jedem klar sein. Meistens handelt es sich
um kleinere Stich– oder Schnittwunden die nicht lebensbedrohlich sind. Doch der Tag ist gelaufen, man fährt zum nächstgelegen Krankenhaus oder zum Arzt und lässt sich behandeln. Dieses Szenario lässt sich natürlich noch weiter ausführen.

Wie man Schadensersatz einfordert!

Heute hat jeder ein Handy dabei. Dokumentieren sie ihren Unfall, machen Fotos direkt am Strand dort wo es passiert ist oder
bitten ihre Begleitperson falls sie selbst nicht in der Lage sind. Oftmals sind auch DLRG Mitarbeiter vor Ort und bereit zu helfen, die sollten auch ihren Vorfall in Ihren Unfallbücher vermerken. Wichtig ist das man Zeugen hat, die die Verletzung auch bestätigen können. Lassen sie sich Namen und Handynummer/ Adresse geben. Nur so hat man die Möglichkeit später Schadensersatz einzufordern. Wir weisen ausdrücklich hin, das dies keine Rechtsberatung darstellen soll, sondern nur ein Hinweis auf eventuelle Möglichkeiten ihre entstanden Kosten wie Auslagen, Schmerzensgeld usw. von dem Badestellenbetreiber einzufordern. Ein Rechtsanwalt wird ihnen hier sicherlich weiterhelfen können.

Nutzen sie auch die Webseite www.Mengelmelder.de dort haben sie die Möglichkeit z. B. Glasscherben im Badesee offiziell
zu melden und können online den Bearbeitungsstand nachverfolgen. Sie können uns auch gern über unser Kontaktformular
eine kurze Nachricht zu kommen lassen. Aber bitte mit genauen Angaben, nur so sind wir in Lage dies entsprechend erfolgreich zu bearbeiten.

Unfallverhütung was sie noch selbst tun können
Schnitt– u. Stichwunden an den Füssen sind an der Tagesordnung, es ist empfehlenswert Badeschuhe mit fester Sohle zu tragen.

Infektion vermeiden
Wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollte mehrmals am Badetag aufgetragen werden. Als erstes verhindert es unangenehme Sonnenbrände, die leicht durch die Reflektion des Wassers verstärkt werden können. Zudem schützt die Fettschicht der Creme die Haut bei eventuellen Verletzungen.

Darauf müssen Sie beim Baden achten

Achim Wiese, Pressesprecher der Deutschen Lebens-RettungsGesellschaft (DLRG), erklärt die wichtigsten Regeln:

  • Springen Sie nie in unbekannte Gewässer – egal ob Teich, See oder Meer. Es besteht Verletzungsgefahr z.B. durch Felsen.
  • Baden Sie nur, wo es eine Aufsicht gibt. Gibt es keine, schauen Sie, wo Leute im Wasser sind, fragen Sie, wo es tief wird.
    Kühlen Sie Arme und Beine ab, bevor Sie ins Wasser gehen. Nie mit vollem oder leerem Magen schwimmen.
  • Nichtschwimmer sollten nur bis zur Brust ins Wasser.
  • Haben Sie ein wachsames Auge auf Menschen, die nicht gut schwimmen können, damit Sie im Notfall schnell Hilfe holen können. Beispielsweise bei Kindern mit Migrationshintergrund ist Schwimmen lernen in den Herkunftsländern oft nicht üblich.
  • Am See Vorsicht am Baggersee! Das Wasser ist lange flach und plötzlich fällt der Boden ab. Schwimmen Sie in Seen nicht zu weit vom Ufer weg. Es gibt Temperaturschichten mit teils mehr als zehn Grad Unterschied, das kann Kreislaufbeschwerden und Krämpfe auslösen.
  • Am Fluss Baden Sie nicht in Flüssen! Die Strömung (im Rhein z.B.10 km/h) kann man nicht sehen aber sie kann einen Erwachsenen mitreißen. Durch Schiffe und an Brückenpfeilern können sich gefährliche Strudel bilden.
  • Am Meer Flaggensignale der DLRG beachten. Gelbe Flagge heißt: Gefahr insbesondere für Kinder und Nichtschwimmer. Rot: absolute Lebensgefahr! Badeverbot. An Nordseestränden (mit Ebbe und Flut) stehen Badezeiten auf Schildern. Meiden Sie Buhnen oder Steinwälle – gefährliche Strömungen sind möglich. Nie auf einer Luftmatratze ins Meer – ablandige Winde können Sie nach draußen treiben.
  • Am Pool Selbst für einen Pool oder Gartenteich gilt: Kinder nie unbeaufsichtigt lassen. Sie können schon in zehn Zentimeter tiefem Wasser ertrinken.

Umweltschutz ist ein brisantes Tema.
Es geht um das Heute und die Zukunft unser Kinder. Überall auf der Welt wird heiß diskutiert Plastik in unseren Meeren zu reduzieren. Wir sehen erschreckende Bilder in den Nachrichten. Milliarden an Euros werden an dubiose Einrichtungen gespendet oder EU Gelder für Forschung in fernen Ländern freigesetzt.

Aber was ist mit unseren heimischen Badeseen. Jeder einzelne See stellt ein einzigartiges Biotop dar. Sie sind direkt vor unserer Haustür, wo wir gerne schwimmen gehen, wo unsere Großeltern schon gebadet haben. Wo unsere Kinder heute schwimmen lernen.

Sicherlich werden hier durch die Bundesregierung, Anstrengungen unternommen, die Wasserqualität, durch zum Beispiel Überdüngung aus der Landwirtschaft zu reduzieren. Im Sediment unserer Badestellen finden wir nicht nur Plastik sondern auch anderen für die Natur schädlichen Zivilisationsmüll wie Batterien, Blei (Angelblei ) Aluminium, usw. All dies gelangt so in den Nahrungskreislauf der Tiere und später der Fisch auf unseren Tellern.

Wir die Firma Sasiba tragen zumindest einen kleinen Teil dazu bei, unsere Badestellen sicher und sauber zu halten. Wir bekommen immer ein nettes Feedback von Badegästen oder Spaziergänger, die uns bei der unserer ungewöhnlichen Arbeit beobachten und uns darauf ansprechen was wir dort machen.
Es nutzt nichts, wenn alle unsere Arbeit toll finden.

Wir brauchen eure Unterstützung. Es gibt viele kleine Gemeinden, Jugendherbergen oder soziale Institution, wie z.B. Sommer – und Jugendcamps mit Naturbadestellen, die nicht über genügend Finanzmittel verfügen.

Ihre Zuwendung Spende
wird ausschließlich herfür eingesetzt.

Es sind ihre Kinder die wir mit unserer Arbeit vor Verletzungen schützen. Unterstützen sie uns und sie helfen sich selbst.
Senden Sie Ihre Spende per

PayPal

an: saubersicherbaden@sasiba.de oder schreiben Sie uns eine Nachricht über Ihre Spendenbereitschaft. Wir senden Ihnen gerne unsere Kontoverbindung zu.

Transparenz ist uns wichtig. Wir veröffentlichen auf unserer Homepage jedes von uns geförderte Projekt

Hilfe für Badegäste bei Verlust von Wertgegenständen

Nicht allzu selten passiert es, das wir darauf angesprochen werden ob wir einen Schlüssel oder verlorenen Ehering gefunden haben. Hier können wir helfen und den verlorenen Gegenstand mit Freude zurückbringen.

Hierfür setzen wir spezielle Unterwassersonden ein. Das Know how von über 35 Jahren im Bereich der Metallortung spricht für den Erfolg verlorenes wiederzufinden.

Natürlich haben wir auch die Möglichkeit auf einem Reiterhof, bei der Feld– oder Gartenarbeit entsprechendes Gerät einzusetzen.

 

Für einen Rückruf, senden Sie uns bitte Ihren Namen und Ihre Telefonummer zu.

 

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